Kuba – so viel mehr als Oldtimer und Rum

Kuba – wenn ich in meinem Bekanntenkreis die Menschen frage, was sie mit Kuba verbinden, kommen oftmals ähnliche Antworten: Rum, Zigarren, Karibik, Oldtimer und von Zeit zu Zeit noch die politische Dimension (Kommunismus, Fidel Castro, Che Guevara, Guantanamo Bay, etc). Wenn man dort war, ist es schon erstaunlich wie treffend diese Aussagen sind, aber gleichzeitig doch so nichtssagend.

Uns hat es im Oktober 2017 nach Kuba gezogen – und was wir dort erlebt haben, welche Tipps und Hinweise wir haben, das erfahrt ihr in diesem Artikel. Ich habe aber auch weitere Details für euch in anderen Artikeln:

  • Havanna, oder auch La Habana in Kuba, ist die Hauptstadt Kubas, die einen tagelang fesseln kann.
  • Reisevorbereitung und Budget, oder auch alles Wissenswerte zu Kuba auf einen Blick

Die Routenplanung

Vorneweg: Ich war noch nie ein Freund davon, alles durchzuplanen und lasse gerne alles auf mich zukommen. Zum Glück habe ich in Vanessa eine Partnerin gefunden, die das sehr ähnlich sieht. Vorteil: Man kann seine Reiseroute so anpassen, wie man gerade vor Ort Laune hat. Nachteil: Man sieht vielleicht ein bisschen weniger. Weniger sehen, mehr erleben.

Hier sieht man, wie sich unsere Reiseroute dann entwickelt hat. Wir hatten 2 Wochen Zeit und ich kann sagen, viel mehr muss man nicht unternehmen, außer man steht auf unbequeme Autos. Viñales im Westen wäre sicherlich noch eine Reise wert gewesen, aber am Ende hat uns einfach die Zeit gefehlt. Und man sagte mir, dort ist auch recht viel los.

Start- und Endpunkt unserer Reise war Havanna, man kann aber auch direkt nach Varadero fliegen, da geht es oftmals dank Ferienflieger günstiger hin.

  1. Havanna – hier kann man gut und gerne 3 Tage verbringen ohne auch nur ein Gebäude von innen gesehen zu haben – wer kulturell interessiert ist, sollte noch einmal 1-2 Tage drauflegen
  2. Santa Clara – eine Studentenstadt, in der man Che Guevara an jeder Straßenecke spürt. 1-2 Tage kann man hier verbringen.
  3. Cienfuegos – Sehr lebendige Stadt am Meer, die nicht ganz so touristisch ist. 2-4 Tage lässt es sich hier genießen.
  4. Trinidad – Die Kolonialpracht Kubas. Wunderschön, leider auch wirklich sehr touristisch für kubanische Verhältnisse. Ein Tagesausflug reicht völlig
  5. Varadero – Der schönste Strand, aber leider auch der teuerste Ort Kubas, wo sich Pauschalhotel an Pauschalhotel reiht. Ganz nach Gefallen 2-5 Tage zum erholen.

Was Reiseführer vor Ort angeht, kann ich vor allem zwei Stück empfehlen: Stefan Loose* und Lonely Planet*.

  Wir hatten beide – aber auch nur, weil erst der eine gekauft wurde, er im Umzugschaos verlegt wurde und dann noch der andere gekauft. Und ratet mal, was dann wieder kurz vorm Urlaub aufgetaucht ist? Gerade in Kuba ist der Reiseführer gold wert, da Internet nicht so leicht ist und man nicht einfach mal bei booking.com schauen kann, was so los ist.

Kleiner Hinweis am Rande: Auf Kuba gibt es 2 Währungen, CUC und CUP. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im Artikel zur Reisevorbereitung.

 

Havanna (La Habana)

Havanna

Ankommen: Vom Flughafen Havanna dauert es eine gute halbe Stunde ins Zentrum, je nachdem, wo genau man hin möchte. Ein Taxifahrt kostet 20-30 CUC.

Unterkunft: Wir haben die ersten Nächte im Tanovic Apartment übernachtet, einem klassischem Casa Particular mitten in Old Habana. Man bekommt auf jeden Fall ein sehr authentisches Gefühl von Kuba. Die Besitzerin war sehr nett und das Casa voll okay!

Mehr Details über Havanna und was man dort alles tun kann, findest du hier.

Santa Clara

Santa Clara – Leoncio Vidal Park

Ankommen: Bevorzugt mit dem Viazul aus Havanna, wir kamen auf dieser Strecke gut voran und hatten ein sehr interessantes Gespräch mit einer alten Kubanerin, die mittlerweile in Miami wohnt. Alle andere Verkehrsmittel funktionieren natürlich auch bestens.

Vor Ort: An einem Tag hat man alle Sehenswürdigkeiten des Ortes erkunden – allen voran das Che Guevara Memorial. Man kann aber auch bei leckeren Restaurants Zeit verbringen, ein bisschen mit der Pferdekutsche fahren (die hier allgegenwärtig sind), oder eben auch Abends etwas trinken oder tanzen gehen.

Die Kutsche – ein typisches Fortbewegungsmittel in Santa Clara

Unterkunft: Wir waren im Hostal Florida Terrace – sehr zentral, ein zauberhafter Innenhof und das beste Ropa Vieja, das ich auf Kuba gegessen habe.

Cienfuegos

La Punta in Cienfuegos

Ankommen: Wir sind mit dem Colectivo gekommen – und hatten es am Ende sogar als Privattaxi, hat super geklappt inkl. tollem Fahrer.

Vor Ort: Cienfuego ist eine elegante Stadt, die stark französisch geprägt ist. Unser Favorit war ganz klar die alte, mondäne Gegend „La Punta“, die durch „El Prado“, eine Flaniermeile mit tollen Aussichtspunkten, wo abends dann auch die Jugend der Stadt Zeit verbringt.

Eine typische Villa in Cienfuegos.

Unterkunft: Wir haben traumhaft mit Meerblick im Casa Angel e Isabel übernachtet, ein heißer Tipp aus dem Stefan Loose. Dort heißt es noch anders, aber die Adresse und das „Schloss“ stimmt. Um einen guten Eindruck zu bekommen, hier ein Blick auf unser Zimmer, vom Steg aus:

kuba cienfuegos casa

Ich kann euch sagen, der Cuba Libre auf dieser Bank lohnt jeden CUC.

Trinidad

 

Ein Gässchen in Trinidad

Ankommen: Wir sind mit einem Privatfahrer von Cienfuegos nach Trinidad gefahren, der hat gewartet und uns wieder mit zurück genommen – für den ganzen Tag hat das 60 CUC gekostet.

Trinidad
Der Plaza Mayor in Trinidad

Vor Ort: Leider hat uns der Ort gar nicht überzeugt, da überall Schlepper sind und die Kolonial-Atmosphäre, von der alle schwärmen, konnten wir nichts spüren. Es ist schön anzusehen, aber wir waren beide froh, nach 4 Stunden auch wieder weg zu können.

 

Varadero

Varadero
Ein Traum von Strand in Varadero

Ankommen: Von Cienfuegos kommt man super mit dem Viazul nach Varadero – für 20 CUC pro Person. Vom Busbahnhof mit dem Taxi wegkommen ist in Varadero ein teurer Spaß – die Taxifahrer lassen auch nicht mit sich verhandeln. Wir haben 6 CUC für eine Fahrt gezahlt, die eigentlich maximal die Hälfte kostet. Aber der Ort profitiert vom Wohlstand, das muss man sagen.

Vor Ort: Viel gibt es hier nicht zu tun, aber dafür sehr viel Strand und Pauschalhotels. Und das Meer ist unglaublich toll!

Übernachten: Wir waren die letzten Nächte im Starfish Cuatro Palmas*, was wirklich sehr zu empfehlen ist. Was man wissen sollte in Varadero: Unbedingt im Voraus buchen. Vor Ort im Hotel bekommt ihr sehr schlechte Tarife – wobei auch ein Tag im Voraus teilweise wohl ausreichend ist. Ein heißer Tipp: In jedem Hotel gibt es ein kleines Reisebüro. Die haben sogar bessere Tarife als die Rezeption direkt.

 

Wie ist es bei euch? Habt ihr noch weitere Tipps? Seht ihr alles ganz anders? Plant ihr gerade eure Kuba Reise? Wir freuen uns über jeden Kommentar!

 

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